Was können Sie tun, um den Drogenkonsum bei Ihrem Kind zu verhindern?

Als Eltern tragen Sie eine enorme Vorbildfunktion.  So erkennen Ihre Kinder den Konsum Ihrer Lasten, sprich die Alltagsdrogen. Sie sehen am Modell und an der Häufigkeit, wie die Alltagsdrogen die Schwierigkeiten des Alltags begleiten. So ist die Erziehungsart von Ihnen als Eltern ein wichtiger Hinweis und Fakt für die mögliche Entstehung einer Abhängigkeit bei Ihrem Kind. Gleichgültigkeit, Verständnislosigkeit, Überbesorgtheit und Inkonsequenz sind unter anderem Hinweise auf ein Erziehungsverhalten, das zu einer Entwicklungsstörung wie der schleichenden Entstehung eines Suchtverhaltens beitragen könnte.

Das richtige Gespräch mit Ihrem Kind führen

Ein Bereich, welcher oftmals mit Besorgtheit besteht, denn wie beginnt man dieses am besten? Wichtig ist, dass Sie dieses Gespräch in keinem Fall zwischen Tür und Angel klären. Nehmen Sie sich Zeit für dieses, denn es bedarf ein wichtiges Ergebnis. Versuchen Sie Ihr Kind nicht unter Druck zu setzen, auch wenn Sie noch so dringend eine Antwort benötigen. Als Erziehungsberechtigte tragen Sie die Verantwortung, den Schutz Ihrer Kinder vor den Gefahren, die Drogen mit sich bringen, zu gewährleisten. Eine gute Grundlage dafür sind sachbezogene Informationen. Sie als Eltern können beispielsweise lernen (anhand der Charaktere/ Verhaltensänderungen) zu erkennen, ob ihr Kind Drogen konsumiert hat und wie sich die verschiedenen Drogen auf Ihre Kinder auswirken.
 

Handy vom Kind kontrollieren

Aufschluss über die Aktivitäten Ihres Kindes gibt oftmals auch das Handy. In den Chatverläufen der Kinder können Sie meist herauslesen, ob Ihr Kind sich zum Drogenkonsum verabredet hat.

Zusammenfassend:

  • Überlegen Sie sich, wie Sie selbst zu dem Thema Drogenkonsum stehen und vertreten Sie Ihre Meinung selbstbewusst und konsequent.
  • Machen Sie sich vor dem Gespräch Notizen, was genau angesprochen werden soll.
  • Bleiben Sie bitte sachlich und freundlich. Erzählen Sie der betreffenden Person, z.B. wie es Ihnen selbst dabei ging.
    Beispiel: „Früher haben wir öfter gemeinsam etwas unternommen. Ich finde es schade, dass du dich mittlerweile immer mehr zurückziehst.“
  • Wenn Sie sich hinsichtlich des Gesprächs unsicher sind, holen Sie sich Rat und Unterstützung bei jemandem oder wenden sich an eine Beratungsstelle (telefonisch oder in Ihrer Umgebung).
  • Seien Sie sich stets bewusst, dass Sie den Konsum nicht mit „reden“ allein, beenden oder gar eingrenzen können.

Generell sollte man versuchen den Draht, welchen man zu seinen Kindern trägt, entsprechend anzuwenden. Nicht immer ist das einfach und verläuft problemlos oder unkompliziert. Wenn Sie das Gefühl tragen, keinerlei Verbindung mehr zu Ihrem Kind zu erhalten, steht Ihnen immer die Wahl einer zusätzlichen Hilfe. Wir stehen Ihnen gerne zur Seite.

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