Drogenpolitik in Georgien

Georgien: Gesetzgebung und Legalisierung zum Besitz von Cannabis, Amphetamine und anderen weichen aber auch härteren Drogen in Georgien

Georgien befindet sich östlich vom Schwarzen Meer und hat eine lange Tradition im Weinanbau, die über 7.000 Jahre zurück reicht. Die Vielfalt der Rebsorten und der Großflächige anbau machen georgische Weine zum zweit-wichtigsten Exportartikel des Landes.

Andere Rauschmittel sind im Kaukasus liegendem Land eher wenig verbreitet, schon alleine weil das Betäubungsmittelgesetz in Georgien streng den Konsum, Besitz und Handel mit Drogen bestraft.

Medikamente mit narkotischen oder psychotropen Stoffen sind in Georgien verboten. Reisende sollten sich deshalb vor der Einreise in Georgien im Vorfeld genau informieren und ggf. Rücksprache mit zuständigen Stellen halten.

Liberalisierung der Drogenpolitik in Georgien

Anders als in der Bundesrepublik Deutschland, ist in Georgien der Konsum von Drogen strafbar. Dies änderte sich nach einer Klage vor dem georgischen Verfassungsgericht. So urteilte das Gericht am 30.11.2017, dass der Cannabis-Konsum nicht gegen die Verfassung verstoße. Anbau, Besitz und Handel bleiben weiterhin illegal und werden streng geahndet.

Im Bezug auf Cannabis kann man die Drogenpolitik in Georgien mit der Deutschen Cannabis-Politik vergleichen. Auch hier gilt, man sollte nicht an öffentlichen Plätzen zum Joint greifen. Es gibt auch ruhigere Plätze wo dies keinen stört.

Strafen für Besitz von Cannabis

Bisher reichte schon der Besitz von 70 Gramm getrocknetem Marihuana für eine lange Haftstrafe unter Menschenunwürdigen Bedingungen aus. Im Falle von zwei ähnlichen Verurteilungen entschieden die Verfassungsrichter am 15.02.2017, dass diese Strafen unverhältnismäßig seien und nicht Unantastbarkeit der Würde des Menschen vereinbar wären.

Bezüglich des Besitzes von Marihuana befindet sich Georgien derzeit im Umschwung und einer Neufindungsphase. Vergehen dieser Art werden weiterhin als kriminell eingestuft und von der Polizei geahndet. Deshalb ist vom Erwerb, wobei schon der Versuch ausreicht, abzuraten.

Cannabis in Georgien kaufen

Es besteht weiterhin keine Klarheit über die zukünftige Entscheidungen der georgischen Politik im Bezug zu Cannabis, was es schwer macht – besonders für Touristen – Marihuana erwerben. Selbst in der Hauptstadt Tbilisi (Tiflis) ist dies nahezu unmöglich.

Selbstverständlich wird das Kiffen von jungen Georgiern zum Teil praktiziert, jedoch ist der Handel damit sehr verpönt. In Georgien herrscht eine Kultur der Gastfreundschaft und mit etwas Glück findet man Gleichgesinnte Einheimische und wird unter Umständen auf ein „Tütchen“ eingeladen.

Wer dennoch sein Glück versuchen möchte und etwas Erwerben möchte, sollte es vielleicht – auf eigener Gefahr – in einer der Metro-Stationen von Tiflis versuchen.

Cannabis bei Einreise mitnehmen

Auf gar keinen Fall sollte Cannabis / Marihuana bei der Einreise in Georgien mit eingeführt werden. An den Flughäfen und an der Grenze gibt es intensive Grenzkontrollen, die speziell auf solche Mitbringsel bei der Einreise achten. Wer auf eine Festnahme durch den georgischen Zoll verzichten möchte, sollte sich strikt daran halten. Kiffer sollten deshalb vor Abreise noch ein Mal das Gepäck checken, ob nicht vielleicht etwas übersehen wurde und ungewollt zum Begleiter wird.

Härtere Drogen in Georgien

Cannabis gilt als eine der weichen Drogen und dort unterscheidet die Justiz in Georgien, im Gegensatz zu anderen Staaten. Wer hier nach Amphetamin, Kokain, Crystal Meth, Heroin, LSD, MDMA / Extasy oder anderen harten Drogen sucht, sollte besser zu Hause bleiben. Die Gefahr einer zweistelligen Haftstrafe ist bei Festnahme sehr hoch und die Haftbedingungen gelten als Menschenunwürdig.