Weg mit der Zigarette

17.09.2016

Weg mit der Zigarette

Jedes Jahr zu Sylvester nehmen sich unendlich viele Menschen vor, endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Aber noch nicht mal ein Viertel dieser Menschen schafft es tatsächlich, damit aufzuhören. Ein paar halten einige Tage ohne Zigarette aus, wieder andere ein paar Wochen oder sogar Monate, aber dann siegt doch meist der innere Schweinehund und vorbei ist es mit dem guten Vorsatz.

Dabei ist es gar nicht so schwer mit dem Rauchen aufzuhören. Es ist eine reine Willenssache und ein wenig Disziplin ist auch wichtig. Im Allgemeinen wird geraten, insbesondere bei starken Rauchern, Stück für Stück weniger zu rauchen, jeden Tag oder jede Woche eine Zigarette weniger. Dabei ist das total falsch, ausgenommen bei Schwangeren. Denn Ungeborene, die von Anfang an den Rauch mitinhalieren, erleiden tatsächlich schwere Entzugserscheinungen, wenn die Schwangere sofort mit dem Rauchen aufhört.

Mal ganz davon abgesehen, dass es unverantwortlich ist, in der Schwangerschaft zu rauchen.

Es gibt in der Tat nur eine einzige Möglichkeit, mit dem Rauchen aufzuhören, nämlich sofort und auf der Stelle. Alles andere ist utopisch, da Vorsätze gerne nach vorne geschoben werden und wenn dann der Tag da ist, an dem es soweit sein soll, dann steht derjenige evtl. unter Stress und man raucht doch weiter.

Wer Stück für Stück aufhört zu rauchen, wird sehr wahrscheinlich wieder rückfällig, da der Körper signalisiert bekommen hat, dass es ja nicht so schlimm ist, wenn man weniger raucht und er braucht das Nikotin wieder.

Natürlich ist es nicht ganz einfach, standhaft zu bleiben, wenn sofort aufgehört wurde mit dem Rauchen, aber wie schon erwähnt, ist es eine reine Willenssache. Wer will, der kann! Das gilt in allen Lebensreichen, aber halt auch beim Rauchen.

Sätze wie Ich schaff es halt einfach nicht, es ist die Gewohnheit, Kaffee trinken macht keinen Spaß mehr etc. sind nur Ausreden dafür, dass man selber zu schwach war und es ist nicht geschafft hat.

Da ist es auch egal, ob der Raucher dick oder dünn, groß oder klein, Straßenbahnfahrer oder Industriekaufmann ist. Wer will, der schafft es und man wird mit der Zeit immun gegen andere Raucher in seinem engeren Umfeld.

Versuchungen werden immer weniger, bis man so stark geworden ist, dass selbst die Verlockung nach einer Zigarette ausbleibt. Ganz gefährlich ist der Griff nach einer sogenannten E- Zigarette, sie enthält tatsächlich mehr Schadstoffe als eine normale Zigarette. Auch von Nikotinpflastern und Nikotinkaugummi wird abgeraten, denn sie geben dem Körper ja immer noch das, was er will. So kann er nicht von der Sucht loskommen.

Es gibt viele Alternativen, nach denen ein Ex- Raucher greifen kann, sobald er schwach wird. Das müssen ja nicht gleich Süßigkeiten en masse sein, denn viele ehemaligen Raucher machen den Fehler und stopfen Gummibärchen oder Schokolade in sich rein. Sie stolpern von der einen Suchtfalle in die nächste. Alkoholiker dürfen auch keinen Tropfen mehr trinken, sonst sind sie rückfällig. Sie hören auch nicht Stück für Stück auf, genau wie bei der Drogensucht. Sie müssen von heute auf morgen aufhören, wenn sie es auf Dauer schaffen wollen. Methadon ist auch nur ein weiterer Schritt, drogenabhängig zu bleiben. Ganz oder gar nicht, anders ist es nicht möglich.

Es gibt eine ganz tolle Methode, nach dem man mit dem Rauchen aufgehört hat, sich dafür zu belohnen. Es wird eine Art Verstärkerplan geschaffen, bei dem man sich etwas gönnen kann, wenn beispielsweise eine weitere ganze Woche ohne Rauchen ausgehalten wurde. Man nimmt sich z.B. vor, dann in ein Wellnesscenter zu gehen, oder in die Sauna oder einfach nur einen Cafèbesuch. Diese schönen Belohnungen merkt sich auch das Unterbewusstsein. Ich habe nicht geraucht und mir wird etwas gutes getan. Das wird sich mit der Zeit einspielen und dann wird der Körper bald von ganz alleine eine Abneigung gegen das Rauchen entwickeln und dann ist es überstanden.

Auch der Kaffee oder der Cappuccino schmeckt bald wieder, auch ohne Zigarette. Er wird dann sogar noch viel besser schmecken, denn wer mit dem Rauchen aufhört, schmeckt wieder besser. Nach 7 Jahren rauchfrei leben sinkt das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, das Gewebe baut sich allmählich wieder auf. Das Herz- Kreislaufsystem regeneriert sich, die ehemaligen Raucher bekommen wieder besser Luft, sind ausdauernder und stressfreier. Der Druck, nach einer Zigarette zu greifen, ist weg.

Ein positiver Nebeneffekt ist auch die Funktion des Vorbildes. Je mehr Menschen wissen, dass jemand aufgehört hat zu rauchen, desto größer ist die Chance, dass noch einer aufhört. Und gerade Kindern gegenüber ist es wichtig zu zeigen, dass Rauchen gar nicht so cool ist wie sie denken. Und es nie zu spät ist, damit aufzuhören.